Wie du die Ruhe bewahrst, auch wenn es im Außen laut wird

heute gebe ich Yogaunterricht im Garten einer Freundin.
Der Yogaunterricht ist nach so viel Online Yoga wunderbar und ich freue mich so sehr über die schönen und intensiven Momente des Unterrichts, auch wenn wir noch mit Abstand von 1,5 m verstreut unsere Matten ausgebreitet haben. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und wir genießen die wunderbare klare Luft. Sprich, es ist einfach wunderbar.
Wir legen uns gerade in das wohlverdiente Savasanna (Tiefentspannung), und als alle gerade in der Rückenlage liegen, beginnt genau in dieser Sekunde der Rasenmäher des Nachbarn sowie eine Kreissäge in unsere Ohren zu dröhnen.
 
Direkt jetzt höre mich Folgendes sagen: „Bitte bleibt bei euch“. Im Leben wünschen wir uns so oft ständig irgendwas und es kommt meistens anders. Und so üben wir eine entspannte Geisteshaltung direkt in in der Tiefentspannung mit Nebengeräuschen.
 
Diese die entspannte Haltung habe ich nicht nur in diesem Moment des Yogaunterrichts üben dürfen, sondern auch in den vielen Momenten, in denen ich zu Hause Yoga Online unterrichtet habe.

Mit 2 Kindern im Homeschooling und einem Mann im Homeoffice.
Denn da kam natürlich regelmäßig ein Kind mit Fragen. Und ein Mann, der eigentlich arbeiten muss und ich, die ja gerade live Yoga unterrichte. Ich hoffe sehr, dass da so mancher Dialog nicht live nach Hause in die Zimmer der Übenden übertragen wurde. Zumindest hat kein Teilnehmer etwas gesagt oder sie haben großzügig darüber hinweggehört, vielleicht wegen des Rasenmähers, der die Tiefenentspannung nicht stören kann?

Die wesentliche Frage lautet doch: „Wie schaffen wir es Dinge, die im Außen laut sind oder störend, so anzunehmen wie sie sind?“.
 
Achtsamkeit gibt darauf folgende Antwort:
 
Auch wenn dein Leben mal anders verläuft als geplant, nehme wahr, sobald ein Gefühlssturm in Dir aufkommt. Setzt dich ruhig und still hin und nehme deinen Atem und deinen Körper bewusst wahr. 
 
Geh mit deiner Aufmerksamkeit nicht mehr dorthin, wo du deine Ursache deines Leidens siehst, sondern konzentriere dich auf deine Atmung. 
Achtsames Atmen ist dein Anker in jedem Sturm. Bring deine Aufmerksamkeit vom Kopf hinunter in den Bauch, sei ganz nah bei deinem Atem. Erinnere dich daran: ” Ich habe viele Stürme überstanden. Jeder Sturm zieht vorbei; keiner bleibt für immer. Daher wird sich auch dieser Geisteszustand verändern.”
 
Probiere es aus, am besten an einfachen Situationen im Alltag. Dann dehne dein Übungsfeld aus und versuche es in schwierigere Situationen zu übertragen.
Ich freue mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen berichtest und mir schreibst.
Möchtest du tiefer einsteigen oder einfach deine Praxis auffrischen?
Ein neuer 8-wöchiger mindfulness Kurs (ganz in echt, nicht Online) beginnt ab dem 18. August immer dienstags 19-21.30.

Ich freue mich auf dich.